Verpackungslexikon

Opak: Bedeutung bei Folien und Verpackungen

Kurz erklärt

Opak bedeutet undurchsichtig. Durch eine opake Folie oder ein opakes Papier sind dahinterliegende Gegenstände nicht erkennbar. Bei Verpackungen bezeichnet opak eine optische Eigenschaft, keine bestimmte Materialart.

  • Transparente Materialien ermöglichen klare Durchsicht; transluzente Materialien lassen Licht durch, ohne den Inhalt klar abzubilden.
  • Opazität bezeichnet den Grad beziehungsweise eine Messgröße der Undurchsichtigkeit.
  • Opakheit allein belegt weder UV-Schutz noch eine bestimmte Sauerstoff-, Feuchtigkeits- oder Aromabarriere.

Was bedeutet opak?

Ein opakes Material ermöglicht keine Durchsicht. Die Internationale Beleuchtungskommission CIE definiert ein opakes Medium bezogen auf den betrachteten Spektralbereich. Im Verpackungsalltag geht es dabei meist um sichtbares Licht: Der Inhalt ist durch die Verpackungsfläche nicht sichtbar.

Das Wort beschreibt also die optische Wirkung einer konkreten Ausführung. Ob eine Folie oder ein Papier opak ist, lässt sich nicht allein aus dem Materialnamen, der Farbe oder einer matten Oberfläche ableiten.

Transparent, transluzent und opak im Vergleich

Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob Licht durchgelassen wird und ob Gegenstände hinter dem Material klar erkennbar bleiben.

Eigenschaft Durchsicht Lichtdurchgang im betrachteten sichtbaren Bereich Wirkung bei Verpackungen
Transparent Klare Sicht möglich Licht wird durchgelassen; klare Abbildung möglich Der Inhalt kann deutlich sichtbar sein.
Transluzent Keine klare Sicht Licht wird durchgelassen, aber gestreut Der Inhalt kann schemenhaft erkennbar sein.
Opak Keine Durchsicht Licht wird im betrachteten Bereich nicht durchgelassen Der Inhalt bleibt hinter der Fläche verborgen.

Eine transluzente Folie bildet damit im Verpackungskontext eine Zwischenstufe: Sie lässt Licht durch, zeigt den Inhalt aber nicht so klar wie eine transparente Folie. Für diesen Vergleich sind keine pauschalen Prozentgrenzen erforderlich; konkrete Messwerte müssen zum Material und Prüfverfahren passen.

Was beschreibt die Opazität?

Opak ist die Eigenschaftsbeschreibung; Opazität bezeichnet den Grad beziehungsweise eine Messgröße der Undurchsichtigkeit. Wie Opazität bestimmt wird und was ein Wert aussagt, hängt vom Material und Messverfahren ab.

Für Papier und Pappe beschreibt ISO 2471:2008 ein Verfahren zur Bestimmung der Opazität mittels diffuser Reflexion. Dieses papierbezogene Verfahren darf nicht pauschal auf Kunststofffolien übertragen werden.

Wenn Sie Opazitätsangaben vergleichen, benötigen Sie deshalb neben dem Wert auch das verwendete Prüfverfahren und die zugehörigen Material- und Messbedingungen. Eine universelle Formel oder Grenzzahl für alle Verpackungsmaterialien gibt es in dieser Einordnung nicht.

Bedeutung für Verpackungen

Opake Folien oder Papiere können sinnvoll sein, wenn der Inhalt oder seine Oberfläche nicht sichtbar sein soll. Typische Zwecke sind:

  • Sichtschutz: Der Inhalt bleibt hinter der Verpackungsfläche verborgen.
  • Diskrete Verpackung: Das Packgut wird durch das Material nicht offengelegt.
  • Produktpräsentation: Die Verpackungsoberfläche steht im Vordergrund, statt den Inhalt durch eine transparente Fläche zu zeigen.

Ob eine konkrete Ausführung für das Packgut geeignet ist, muss zusätzlich anhand ihrer übrigen Eigenschaften beurteilt werden. Die gewünschte Undurchsichtigkeit ersetzt keine Prüfung der Schutzaufgabe.

Grenzen von Sichtschutz und Schutzwirkung

Eine opake Verpackung ist nicht automatisch eine geprüfte UV- oder Lichtschutzverpackung. Undurchsichtigkeit im sichtbaren Bereich sagt nicht, wie das Material mit anderen Spektralbereichen umgeht. Eine definierte Lichtschutzwirkung für empfindliches Packgut benötigt daher passende Produktdaten oder Prüfwerte.

Auch UV-Schutz des Inhalts und UV-Beständigkeit des Verpackungsmaterials sind durch die Bezeichnung opak nicht belegt.

Ebenso wenig lässt sich aus Opazität eine bestimmte Gas-, Sauerstoff-, Wasserdampf-, Aroma- oder Fettbarriere ableiten. Diese Eigenschaften müssen anhand des Materialaufbaus und der konkreten Spezifikation beurteilt werden.

Opak und OPP: zwei verschiedene Begriffe

Opak ist eine optische Eigenschaft; OPP-Folie ist eine orientierte Folie aus Polypropylen. Die ähnliche Schreibweise bezeichnet unterschiedliche Dinge.

Eine OPP-Folie kann je nach Ausführung transparent, transluzent oder opak erscheinen. Aus dem Kürzel OPP allein ergibt sich deshalb keine Aussage darüber, ob der verpackte Inhalt sichtbar bleibt.

Häufige Fragen

Für die Durchsicht ja: Transparent ermöglicht klare Sicht durch das Material, opak verhindert sie. Der Vergleich ist aber keine vollständige Zweiteilung, denn transluzente Materialien lassen Licht durch, ohne Gegenstände klar abzubilden.

Nein. Farbe, Glanz beziehungsweise Mattheit und Opazität sind unterschiedliche Merkmale. Auch eine farbige oder matte Folie kann Licht durchlassen. Die CIE unterscheidet diese Merkmale in ihrem Rahmen zur Messung der visuellen Erscheinung.

Nein. Für eine bestimmte Lichtschutzaufgabe muss bekannt sein, welche Strahlung das Packgut beeinflusst und welche Schutzwirkung die konkrete Verpackung nachweislich bietet. Die Angabe opak allein liefert diesen Nachweis nicht.


© Copyright - Combra Verpackungssysteme KG. Angebot gilt nur für Gewerbetreibende.