Artikel 15 Absatz 5 nennt eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer. Zulässig ist außerdem ein anderes Kennzeichen, das die Identifikation der Verpackung ermöglicht.
Damit schreibt die PPWR kein einheitliches Nummernformat für alle Verpackungsarten oder Verpackungsformate vor.
Für viele Unternehmen kann eine vorhandene Artikelnummer eine praktische Lösung sein. Voraussetzung ist, dass sie eine eindeutige Zuordnung zur Verpackung oder Verpackungsart ermöglicht.
Eine Artikelnummer ist nicht ausdrücklich als einzig zulässige Form vorgeschrieben. Sie kann jedoch als anderes Identifikationskennzeichen dienen, wenn Artikelstamm, Abmessungen, Zeichnung, Lieferant und Druckstand klar zugeordnet werden können.
Das kann zum Beispiel so aussehen:
FK 0755
Die Nummer steht sichtbar auf dem Karton und verweist intern auf die zugehörigen Verpackungsdaten.
Was Unternehmen vermeiden sollten:
Eine allgemeine Nummer, die für mehrere nicht unterscheidbare Verpackungen genutzt wird. Ebenso problematisch wäre eine digitale Lösung ohne klare Artikelkennung, wenn später nicht sicher festgestellt werden kann, welche Verpackungsvariante gemeint ist.
Ist eine Kennzeichnung aufgrund der Größe oder Art der Verpackung nicht möglich, sieht Artikel 15 Absatz 5 eine Angabe in den Unterlagen vor, die dem verpackten Produkt beigefügt sind. Daraus sollte jedoch keine allgemeine Ausnahme für bequemere Prozesse abgeleitet werden.